An article wrote by Jon Duschletta published on the 21st of May 2015 in Engadiner Post.

 

 

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In Rumänien leben nach offiziellen Angaben rund 6 300 Braunbären, 3 000 Wölfe und 1 000 Luchse. Die Menschen nehmen es gelassen, Schafe und Esel weiden in der offenen Landschaft.

Endlich. Nach einer gefühlten Ewigkeit und Tausenden von Schlaglöchern hält der Personentransporter auf dem Waldweg in der Valea Strâmbei im Umfeld von Braov in Siebenbürgen, Transsilvanien.
George Letcu, der schweigsame Fahrer wendet geschickt den 20-Plätzer und parkiert diesen hinter einem VW-Bus. Dieser ist braun vor
Dreck und gehört dem einheimischen Ranger und ausgefuxten Bärenexperten Adi Ciocan. Er kennt und beobachtet alleine in diesem Waldgebiet 28 Braunbären. Das Ziel liegt einen guten Steinwurf entfernt auf der anderen Seite des rauschenden Baches.

Ein schmaler, schief stehender Holzsteg mit regennassen und glitschigen Bodenbrettern verbindet die beiden Ufer. Die Stimmung ist angespannt. Alle Teilnehmer der Ausfahrt haben gehört, was ihnenihr lokaler Führer, Mihai David, auf der Fahrt hierhin eingetrichtert hat:
Keine Handys, keine Esswaren, kein starkes Parfüm – und bitte, bitte – ja leise sein. Sonst gibt’s hier nämlich nichts zu sehen. «Bären muss man suchen, nicht umgekehrt», weiss der 31-jährige, angehende Umweltökologe Mihai David aus eigener Erfahrung und auch als
versierter Tourenführer.
Land hinter den Wäldern Die dicht bewaldeten Hügel der Walachei und Transsilvaniens sind die Vorboten der Südkarpaten im Zentrum Rumäniens.
Alleine die Karpaten vereinen 27 Prozent der Waldfläche Rumäniens. Nicht umsonst heisst Transsilvanien aus dem Rumänischen übersetzt «Land hinter den Wäldern». Gut drei Fahrstunden von der rumänischen Hauptstadt Bukarest entfernt, ist hier die deutsche Sprache noch allgegenwärtig.
Neben vielen anderen Völkerstämmen haben vor allem die Sachsen ihre Spuren hinterlassen. Und die 45 Jahre dauernde kommunistische Marschrichtung unter dem Despoten Nicolae Ceauescu. Hier fahren noch alte, hölzerne Pferdewagen gemächlich und
wie selbstverständlich am Rande vierspuriger Expressstrassen und alte Menschen oder Kinder verkaufen am Strassenrand vor ihren Häusern sitzend Obst oder Gemüse aus ihrem Garten.
Selten mehr als ein oder zwei Sorten. Die Zeit scheint stillzustehen, stünden einige Kilometer weiter nicht die uniformen und schrillen Souvenirläden in Reih und Glied.

 

Bear Watching in Carpathians and Bird Watching in the Danube Delta 8 days

Today bear populations – excepting Russia, Canada and Alaska – are everywhere in decline. Due to human persecution, destruction of habitat, loss of feeding grounds and food, bears have been restricted to a fraction of their former habitat.
Romanian Carpathians is the last stronghold of the large carnivores populations from Europe. Intact forest habitats and the low degree of anthropogenic fragmentation of areas inhabited by large carnivores, made possible the existence in Carpathians of around 6300 brown bears, almost 3000 wolves and around 1800 lynx. These numbers represent about 50% of the population of large carnivores in Europe (except Russia).

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